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Hugo Lederer
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Hugo Lederer (* 16. November 1871 in Znaim, Österreich-Ungarn; † 1. August 1940 in Berlin) war ein deutscher Bildhauer und Medailleur.cite-ref-1[1] Er lebte und wirkte im Berlin der Regentschaft Kaiser Wilhelms II. und der ersten deutschen Demokratie. Sein bekanntestes Werk ist das monumentale Bismarck-Denkmal in Hamburg (1902–1906).

Contents

‱ Biografie
‱ Tod
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Biografie

Herkunft, Familie

Hugo Lederer war der Sohn des Zimmermalers Edmund Lederer und seiner Ehefrau Franziska geb. Balik.cite-ref-2[2] Er war verheiratet mit Anny, geb. Lauffs (1877–1952); das Paar hatte drei Kinder: Heinz (1905–1969), Hilde (1907–1984) und Helmut (* 1912).cite-ref-3[3]

Ausbildung und erste Erfolge

Hugo Lederer besuchte in den Jahren 1884–1888 die k.u.k.-Fachschule fĂŒr Tonindustrie in Znaim. Gleich nach seinem Abschluss engagierte ihn Adalbert Deutschmann fĂŒr sein Kunstgewerbeatelier in Erfurt. Eine akademische Ausbildung hat Lederer nicht erhalten.cite-ref-18980515ztb-4-0[4]

1890 wechselte Lederer nach Dresden in die Werkstatt des Bildhauers Johannes Schilling. Im Jahre 1892 reichte er einen Entwurf fĂŒr „die AusfĂŒhrung der Nischenfiguren und Reliefs fĂŒr die Ostfaçade des neuen academischen KunstausstellungsgebĂ€udes auf der BrĂŒhlschen Terrasse“ ein.cite-ref-5[5] Zwei Jahre spĂ€ter warb ihn der Bildhauer Christian Behrens nach Breslau ab. Aber noch im selben Jahr ging Lederer nach Berlin zu Robert Toberentz.

1895 machte er sich als freier Bildhauer selbststĂ€ndig und ließ sich in Berlin nieder. FĂŒr den Entwurf eines Bismarck-Denkmals fĂŒr die Stadt DĂŒsseldorf gewann er 1896 den dritten Preis.cite-ref-6[6] 1897 war er auf der Berliner Kunstausstellung mit mehreren Werken vertreten:

„Eine trotzig ringende KĂŒnstlerindividualitĂ€t ist der Berliner Hugo Lederer. Er ist zwar weder Professor, noch mit hohen Preisen geschmĂŒckt – aber, vielleicht deshalb, er hat Gedanken, die er in noch etwas tastender Technik modelt. Seiner Gruppe ‚Das Schicksal‘ gebĂŒhrt der erste Preis: ein gigantisches Weib in starr fallender Gewandung hat mit der Rechten ein MĂ€dchen gepackt, mit der Linken einen JĂŒngling, die sie am Boden fortzerrt. Die eisigen ZĂŒge des Schicksals, mit dem schmerzvoll-traurigen, halb mitleidig blickenden Auge, heben sich gewaltig ab von der Jungfrau, deren ganzes Wesen, zumal der Ausdruck des Gesichtes in schlaffer verzweifelter Hingebung versunken ist. [
] Auch die beiden anderen Kunstwerke dieses Meisters zeigen von gewaltigem Wollen: die Holzfigur der Geigenspielerin und die heimkehrenden Soldaten, die auf mĂŒden Rossen einen Abhang herabreiten.“

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Rezension im

Wiener Montags-Journal

vom 21. Juni 1897

Am 6. Mai 1904 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Wiener Secessioncite-ref-8[8] ernannt. Die Skulptur „Der Fechter“ war von MĂ€rz bis Mai 1904 wĂ€hrend der XX. Ausstellung der Secession gezeigt worden.

Eine Zeitlang – bis 1924 – wohnte und arbeitete er im Atelierhaus Siegmundshof 11 in Berlin-Tiergarten, wo August Gaul und seit 1912 auch KĂ€the Kollwitz ihre Bildhauer-Ateliers hatten. Danach zog er in die Knesebeckstraße 45 und erhielt AtelierrĂ€ume in der Hardenbergstraße 34 in der Hochschule fĂŒr bildende KĂŒnste. Seinen ersten öffentlichen Auftrag, eine Genius-Gruppe fĂŒr Krefeld, erhielt er 1898. Es folgte das Bismarck-Denkmal in Wuppertal-Barmen, das am 18. Januar 1900 enthĂŒllt wurde.cite-ref-9[9] 1901 gewann sein Entwurf Der Jugend den Mut, dem Alter die Weisheit (Fechterbrunnen) im Wettbewerb fĂŒr einen Schmuckbrunnen auf dem UniversitĂ€tsplatz zu Breslau den 2. Preis (600 Mark; kaufkraftbereinigt in heutiger WĂ€hrung: rund 5.000 Euro) – er wurde zur AusfĂŒhrung bestimmt und 1904 eingeweiht.cite-ref-10[10] Seinen grĂ¶ĂŸten Erfolg errang er 1902 bei dem Wettbewerb fĂŒr ein kolossales Bismarck-Denkmal in Hamburg, als einer seiner zwei eingereichten EntwĂŒrfe, der gemeinsam mit dem Architekten Johann Emil Schaudt konzipierte Roland-Bismarck, mit einem Preisgeld von 10.000 Markcite-ref-11[11] (kaufkraftbereinigt in heutiger WĂ€hrung: rund 82.000 Euro) prĂ€miert und zur AusfĂŒhrung bestimmt wurde – die Denkmalseinweihung fand 1906 statt. Im Jahr 1903 verlieh ihm eine Jury auf der Großen Berliner Kunstausstellung die Kleine Goldmedaille.

Zusammen mit Hermann Feuerhahn und anderen Bildhauern grĂŒndete er 1905 die WerkstĂ€tten fĂŒr Friedhofskunst. Im Jahre 1907 wurde er beauftragt, fĂŒr das neu errichtete „Landesmuseum fĂŒr die Provinz Westfalen“ in MĂŒnster das knapp ĂŒberlebensgroße Reiterstandbild „St. Georg nach dem Sieg ĂŒber den Drachen“ zu schaffen, das seit 1908 die Ostfassade des GebĂ€udes ziert.cite-ref-12[12] Erst als er 1909 zum Professor ernannt wurde, wĂ€hlte ihn die Genossenschaft der ordentlichen Mitglieder der Königlichen Kunstakademie zum „hiesigen ordentlichen Mitglied“cite-ref-13[13] der Akademie der KĂŒnste; frĂŒhere Aufnahmegesuche waren abgelehnt worden.

1910 wurde er Vierter im Wettbewerb fĂŒr einen monumentalen Brunnen fĂŒr Buenos Aires.cite-ref-14[14] Seinen Entwurf, den er mit Bezug zur Rindfleischproduktion in Argentinien gestaltet hatte, verkaufte er 1927 als Stierbrunnen/Fruchtbarkeitsbrunnen an die Stadt Berlin (Aufstellung 1934 auf dem Arnswalder Platz). Vom Wohlwollen der Kunstkritik begleitetcite-ref-15[15] begann er 1911 am Heine-Denkmal fĂŒr Hamburg zu arbeiten; am 8. Juli 1913 wurde die 2,25 m hohe Bronze-Statue gegossen (die Aufstellung im Hamburger Stadtpark erfolgte 1926). Gleichzeitig fertigte er das Reiterdenkmal fĂŒr Kaiser Friedrich III. in Aachen an. Es wurde 1911 im Beisein von Kaiser Wilhelm II. enthĂŒllt.cite-ref-16[16] Dieser sorgte dann dafĂŒr, dass Lederer die Leitung der Bildhauerklasse an der Hochschule fĂŒr Bildende KĂŒnste ĂŒbertragen wurde, als Nachfolger von Ernst Herter. Dieses Lehramt ĂŒbte er von 1916 bis 1921 aus.cite-ref-17[17]

Erster Weltkrieg und Weimarer Republik

Lederer gehörte ab 1915 dem politischen Club „Deutsche Gesellschaft 1914“ an. Von der 1916 gebildeten staatlichen Beratungsstelle fĂŒr Kriegerehrungen wurde er als SachverstĂ€ndiger in Anspruch genommen. 1915 bestellte Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg ihn und andere KĂŒnstler in das Oberkommando des Heeres an der Ostfront (Ober Ost) nach Kowno, um sich von ihnen medienwirksam portrĂ€tieren zu lassen. Vermutlich blieben ihre Leistungen hinter Hindenburgs Erwartungen zurĂŒck, denn im November 1915 wurde noch AkademieprĂ€sident Ludwig Manzel zugezogen, und erst seine PortrĂ€t-BĂŒste und ‑Statuette fanden Hindenburgs uneingeschrĂ€nkte Zustimmung.cite-ref-18[18]

1919 berief die Akademie der KĂŒnste in Berlin Lederer in ihren Senat und als Nachfolger von Louis Tuaillon zum Vorsteher eines der staatlichen Meisterateliers fĂŒr Bildhauerei.cite-ref-19[19] Lederer erhielt das große Meisteratelier an der Ostseite der Hochschule fĂŒr bildende KĂŒnste.cite-ref-20[20] Am 13. April 1921 wurde er verbeamtet. Der „AusschmĂŒckungs-Kommission“ des Reichstags, bestehend aus dem ReichstagsprĂ€sidenten, dem Reichstagsdirektor und einer grĂ¶ĂŸeren Zahl von Abgeordneten gehörte er zusammen mit Ludwig Hoffmann und Arthur Kampf als nicht-stimmberechtigter Beirat an.cite-ref-21[21] Am 7. Juni 1923 wurde er gemeinsam mit Albert Einstein, Max Liebermann und Felix Klein in den Orden Pour le MĂ©rite fĂŒr Wissenschaft und KĂŒnste aufgenommen.cite-ref-22[22] 1925 ernannte ihn die Akademie der Bildenden KĂŒnste MĂŒnchen zum Ehrenmitglied. Er war auch Mitglied der Deutschen Gesellschaft der Wissenschaften und KĂŒnste fĂŒr die Tschechoslowakische Republik. Er schuf in der Zeit von 1922 bis 1932 mehrere Werke fĂŒr dortige Auftraggeber, zum Beispiel fĂŒr die HĂŒttenwerksgesellschaft in Brno (BrĂŒnn) oder die Schicht-Werke in ÚstĂ­ nad Labem (Aussig). Er schuf ein Goethe-Denkmal fĂŒr Teplice (Teplitz). Die feierliche EnthĂŒllung fand in Lederers Anwesenheit am 9. Mai 1932 statt. Schon 1910 und 1914 waren seine Werke in BrĂŒnn beziehungsweise Znaim ausgestellt worden, 1928 erneut in BrĂŒnncite-ref-23[23] und 1936 in der Prager Nationalgalerie.cite-ref-24[24]

Als in Berlin 1926–1928 das Deutsche Sportforum erbaut wurde, sind mehrere von Lederers Plastiken mit Sport-Bezug (Ringer/Sieger von 1908, BogenschĂŒtze von 1916/1921, Diana von 1916, Sieger von 1927, LĂ€ufergruppe von 1928) im Stadtgebiet von Berlin öffentlich aufgestellt worden, und der Amorbrunnen von 1928 auf dem GelĂ€nde des Sportforums selbst.cite-ref-25[25] Unter Berliner Lokalpolitikern hatte Lederer potente Gönner, darunter OberbĂŒrgermeister Gustav BĂ¶ĂŸcite-ref-26[26] und Stadtbaurat Ludwig Hoffmann. So konnte er weitere post-wilhelminische Skulpturen und Anlagen zur Dekoration des öffentlichen Raumes an die Stadt verĂ€ußern: Den BĂ€renbrunnen am Werderschen Markt, die SĂ€ugende BĂ€rin vor dem Rathaus Zehlendorf und den Fruchtbarkeitsbrunnen auf dem Arnswalder Platz – diese Werke existieren noch heute. Auch Großindustrielle aller Sparten bestellten Werke bei Lederer, wie zum Beispiel Friedrich Krupp (DenkmĂ€ler, GebĂ€udeausschmĂŒckungen, PortrĂ€tbĂŒsten) und Friedrich Carl Duisberg (PortrĂ€t-BĂŒste, Caritas-Brunnen). Lederer portrĂ€tierte Gustav Stresemann und wurde 1929 mit der Abformung der Totenmaske und der Gestaltung der GrabstĂ€tte des verstorbenen FriedensnobelpreistrĂ€gers beauftragt.

FĂŒr das 1924 von Reichskanzler Marx und ReichsprĂ€sident Ebert initiierte Projekt einer nationalen GedenkstĂ€tte fĂŒr die Gefallenen des Weltkriegscite-ref-27[27] (Reichsehrenmal) schuf Lederer ungefragt ein Modell. Dieses wurde 1929 von Vertretern der Frontsoldaten-VerbĂ€nde (Stahlhelm, Reichsbund jĂŒdischer Frontsoldaten, Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold) im Atelier inspiziert und gutgeheißen. Als 1931 trotzdem ein Wettbewerb ausgeschrieben wurde und sein Entwurf unterlag, reagierte er mit persönlichen AusfĂ€llen, die am 13. Juli 1932 von der Presse publik gemacht und letztlich (unter anderem von Reichskunstwart Edwin Redslob) mit einer kolportierten psychischen Erkrankung Lederers in Verbindung gebracht wurden.cite-ref-28[28]

Lederer engagierte sich 1929–1931 im „Komitee zur Erhaltung des Lebenswerkes von Kurt Kroner“, gemeinsam mit Kroners Witwe Ella (1885–1942), Gerhart Hauptmann, Max Reinhardt, Leopold Jessner, KĂ€the Kollwitz, Georg Kolbe, Paul Löbe, Arthur Holitscher, Otto Warburg, Werner Sombart, Wilhelm Bölsche und zahlreichen weiteren Prominenten.cite-ref-29[29]cite-ref-30[30] Auf der reprĂ€sentativen Ausstellung „Deutsche zeitgenössische bildende Kunst und Architektur“, die 1931 in Belgrad und in Zagreb gezeigt wurde, war er mit seiner Stresemann-BĂŒste vertreten (neben sĂ€mtlichen wichtigen ReprĂ€sentanten der modernen deutschen Kunst- und Architektur-Szene).cite-ref-31[31] Am 28. Juli 1932 polemisierte er im Berliner Lokal-Anzeiger gegen den PrĂ€sidenten der Akademie der KĂŒnste, Max Liebermann, wegen dessen ungewöhnlich langen Amtierens; Liebermann wehrte sich im Amtlichen Preußischen Pressedienst vom 29. Juli 1932.cite-ref-32[32] Lederer hatte damals FĂŒrsprecher wie Max Osborn, Fritz Stahl und Max Dessoir. Andere Exponenten wie Reichskunstwart Edwin Redslob, die Kritiker Karl Scheffler und Alfred Lichtwark, das Zentralorgan der KPD Rote Fahne, die KĂŒnstlerkollegen Max Liebermann, Ernst Barlach, Georg Kolbe und Heinrich Zille mochten ihn nicht sonderlich.

Zeit des Nationalsozialismus

WĂ€hrend Lederer noch in den Zwanzigerjahren mit dem Orden Pour le mĂ©rite (1923) und dem Maximiliansorden (1929) medienwirksam geehrt worden war, wurde er nach 1933 kaum mehr beachtet. In der FrĂŒhjahrsausstellung der Akademie 1934 waren noch fĂŒnf Werke von ihm ausgestellt worden, die PortrĂ€tbĂŒsten Prof. Planck, Prof. Sering, die Modelle Stafetten-LĂ€ufer beim Stabwechsel,Fußball-Gruppe und 200-m-SchnellĂ€ufer beim Endspurt;cite-ref-33[33] 1936 wurden lediglich zwei frĂŒhe Werke, die Strauss-BĂŒste und der Fechter von 1902, offiziell von der Akademie ausgestellt, danach keines mehr.

Lederer zĂ€hlte weder zu den „entarteten“ KĂŒnstlern, noch zu den Vertretern der „wahren Deutschen Kunst“, die auf den „Großen Deutschen Kunstausstellungen“ in MĂŒnchen 1937–1944 gezeigt wurden. Die NS-Kontroverse um die Definition der „deutschen Kunst“ 1933–1936 nahm von Lederer keine Notiz,cite-ref-34[34] sein PortrĂ€t-Stil wurde als „hohl“ und „aufgeblasen“ und fĂŒr das NS-Regime veraltet erachtet.cite-ref-35[35] WĂ€hrend vor dem Ersten Weltkrieg und in der Weimarer Republik seine Werke auch und besonders vom jĂŒdischen GroßbĂŒrgertum geschĂ€tzt und gekauft wurden, unter anderem von Eugen Gutmann, Heinrich Braun und Rudolf Mosse, erzielte Lederer aus kĂŒnstlerischer TĂ€tigkeit in der NS-Zeit kein nennenswertes Einkommen mehr. Er blieb lĂ€ngere Zeit seine PflichtbeitrĂ€ge zur Reichskulturkammer schuldig und beantragte 1937 die Beitrags-Befreiung wegen Mittellosigkeit – dem Antrag wurde stattgegeben.cite-ref-36[36]

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen KĂŒnstlern (Albiker, Wackerle, Mages, Meller, Raemisch, Kolbe, Breker, StrĂŒbe, Thorak und Wamper) wurde er fĂŒr die bildnerische Ausgestaltung des OlympiagelĂ€ndes 1936 nicht benötigt. Auch anderweitige öffentliche AuftrĂ€ge erhielt er nicht mehr (beispielsweise fĂŒr die Ausstattung des ReichsparteitagsgelĂ€ndes in NĂŒrnberg, die Speer und Hitler 1934–1940 den Bildhauern Josef Thorak, Kurt Schmid-Ehmen, Constantin Starck und Ernst Andreas Rauch ĂŒbertrugen).cite-ref-37[37] Die Familie Krupp beauftragte ihn 1936 mit einem Denkmal. Dieses Werk wurde sein letztes.

Ab Anfang 1933 blieb Lederer wiederholt krankheitsbedingt den Sitzungen des Senats der Akademie der KĂŒnste fern.cite-ref-38[38] Die Regierung Hitler erließ am 7. April 1933 ihr „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“. Wer seinen Beamtenstatus nicht verlieren wollte, musste gemĂ€ĂŸ §§ 2 und 4 seine LoyalitĂ€t zur „Regierung der nationalen Erhebung“ beziehungsweise zum „nationalen Staat“ dokumentieren und gemĂ€ĂŸ § 3 „arische Abstammung“ nachweisen. Der preußische Beamte Lederer, gebĂŒrtiger Österreicher mit deutscher Staatsangehörigkeit, trat zum 1. Mai 1933 der NSDAP bei (NSDAP Mitgliedsnummer 2.673.576).cite-ref-39[39] Er weigerte sich, wie 27 weitere Akademie-Angehörige, § 3 zu entsprechen, woraufhin der damalige PrĂ€sident der Akademie der KĂŒnste, Max von Schillings, den „SachverstĂ€ndige(n) fĂŒr Rasseforschung beim Reichsministerium des Inneren“ zu Ermittlungen einschaltete – bezĂŒglich Lederer erfolglos, denn sein NS-gemĂ€ĂŸer Abstammungsnachweis lag auch 1939 noch nicht vor.cite-ref-40[40]cite-ref-41[41] Sein Sohn Heinz Lederer dagegen hatte sich im August 1933 vom SachverstĂ€ndigen fĂŒr Rasseforschung als „arisch“ begutachten lassen.cite-ref-42[42]

Ende August 1933 wurde die Bronze-Statue seines Hamburger Heine-Denkmals vom NS-Senat entfernt (und ca. 1943 zur Metallgewinnung eingeschmolzen). Der 1,40 m hohe, mit Schmuck-Reliefs und der Aufschrift „HEINRICH-HEINE“ versehene Steinsockel wurde erst nach 1936 beseitigt.cite-ref-43[43] Reaktionen Lederers zur Vernichtung seines Kunstwerks sind nicht dokumentiert. Alfred Kerr, der Initiator des Denkmalscite-ref-44[44] und Redner auf der EnthĂŒllungsfeier,cite-ref-45[45] kommentierte 1938: „Das Monument wurde [
] von Hugo Lederer in Hamburg errichtet. Der BĂŒrgermeister Petersen und ich enthĂŒllten es anno 1926. Heut ist es Schrott. In der zerbrochenen Bronze findet sich wohl gelegentlich ein Nashornhuf“.cite-ref-46[46]

1934 wandte Lederer sich direkt an ReichsprĂ€sident Hindenburg mit einer Initiative fĂŒr eine Krieger-GedenkstĂ€tte. Der eineinhalb Seiten lange, eindeutig paranoide Text, verfasst „bei sonniger MorgendĂ€mmerung, 5 Uhr frĂŒh am 5. Juli 1934“, verweist auf die unheilbare Erkrankung (progressive Paralyse, d. h. Gehirnerweichung), an der Lederer seit etwa 1924 litt und schließlich 1940 versterben sollte. FĂŒr den mit Kastanien bepflanzten Platz hinter der Neuen Wache unter den Linden in Berlin bestimmte er: „Nun soll im KastanienwĂ€ldchen zur Ordnung, im Sinne Schinkels, geschritten werden. Meine Einteilung, erzeugt durch Aufstellung von 8 Vasen und in der Mitte eine sechzehneckige Platte mit einer SĂ€ule, auf dieser Schwerter, Schild und Helm. Alles in Kupfer getrieben, der Helm vergoldet. Dicht neben der SĂ€ule zwei hochstrebende Wasserstrahlen, ein Hirsch und eine Ă€sende Hirschkuh. Diese sollen die Brandenburgische Landschaft versinnbildlichen. Die Namen der großen HeerfĂŒhrer – vom großen KurfĂŒrsten bis zu Hindenburg – sollen angebracht und vergoldet werden. Zu Sedan – Moltkes großem Tag – soll der Grundstein gelegt werden. Ein Gebet soll es sein!“ SorgfĂ€ltig mit Schreibmaschine geschrieben und mit Tinte signiert, gab er all dies der Akademie der KĂŒnste in Durchschrift zur Kenntnis; Akademie-SekretĂ€r Alexander Heinrich Amersdorffer paraphierte das Schreibencite-ref-47[47] – weitere Reaktionen sind nicht bekannt.

Entgegen der Darstellung von Sven-Wieland Stapscite-ref-48[48] gehörte Hugo Lederer nicht der „SĂ€uberungs“- und Beschlagnahmekommission „entartete Kunst“ an, die laut Ministerialerlass vom 30. Juni 1937 „die im deutschen Reichs-, LĂ€nder- und Kommunalbesitz befindlichen Werke deutscher Verfallskunst seit 1910 [
] zum Zwecke einer Ausstellung auszuwĂ€hlen und sicherzustellen“ hatte.cite-ref-49[49]

Als Lederer am 1. April 1937 wegen Erreichen der Altersgrenze regulĂ€r pensioniert wurde, bat er, ĂŒber seine AtelierrĂ€ume in der Hochschule weiter verfĂŒgen zu dĂŒrfen, was ihm zunĂ€chst gestattet wurde.cite-ref-50[50] Am 15. Juli 1937 wurden er und einige andere ordentliche Akademiemitglieder in die vom NS-Regime neu definierte Kategorie der „inaktiven Mitgliedschaft“ herabgestuft, damit „fĂŒr ein Nachwachsen jĂŒngerer KrĂ€fte laufend Raum geschaffen“ wĂŒrde, das heißt fĂŒr dem NS-Regime genehmere Personen wie u. a. Professor Arno Breker,cite-ref-51[51] Professor Josef Thorak, Gerhard Marcks, Wilhelm FurtwĂ€ngler, Fritz Schumacher, Albert Speer (VC 2022 (a), zitiert nach Brennercite-ref-52[52]). 1938 wurde Lederers akademische Stelle eines Professors und Vorstehers eines Meisterateliers fĂŒr Bildhauerei mit Arnold Waldschmidt, einem ĂŒberzeugten Hitlerfaschisten, NSDAP- und SS-Mitglied, wiederbesetzt.

Am 9. Juli 1938 behauptete Lederer in einem Brief an Amersdorffer, „daß der FĂŒhrer und Reichskanzler mein Bronze Werk Anna Pawlowa ein Reh fĂŒtternd erworben hat. Aufstellungsort: Garten der Reichskanzlei Berlin Wilhelmstraße.“cite-ref-53[53] Die Behauptung – unbestĂ€tigt und vermutlich unwahr –cite-ref-54[54] wurde von Amersdorffer in seiner unveröffentlichten Trauerrede am 5. August 1940 als Herzensangelegenheit des paranoiden Verstorbenen hingestellt.cite-ref-55[55] Weder die NS-Berichterstattung ĂŒber die Trauerfeier noch die Nachrufe in NS-Kunstzeitschriftencite-ref-56[56]cite-ref-57[57] gingen auf diesen Teil der Ansprache Amersdorffers ein.

Sicher belegte Teilnahme an Ausstellungen in der Zeit des Nationalsozialismus

‱ 1934: Berlin, Preußische Akademie der KĂŒnste („FrĂŒhjahrsausstellung der Preußischen Akademie der KĂŒnste“)
‱ 1934: Berlin, AusstellungsgebĂ€ude Tiergartenstraße („Die Auslese I“; Veranstalter: NS-Kulturgemeinde)
‱ 1935: Berlin, Preußische Akademie der KĂŒnste („Herbstausstellung der Preußischen Akademie der KĂŒnste“)
‱ 1936 Berlin, Preußische Akademie der KĂŒnste („Zweite JubilĂ€ums-Ausstellung aus Anlaß des 150-jĂ€hrigen Bestehens der Akademie der KĂŒnste“)
‱ 1940 Berlin, Preußische Akademie der KĂŒnste („Herbstausstellung der Preußischen Akademie der KĂŒnste“) postum
‱ 1934: Darmstadt, StĂ€dtisches AusstellungsgebĂ€ude Mathildenhöhe („Deutsche FrĂŒhjahrsausstellung des Kampfbunds fĂŒr deutsche Kultur, Ortsgruppe Dortmund“)
‱ 1935: Darmstadt, StĂ€dtisches AusstellungsgebĂ€ude Mathildenhöhe („Kunstschau Deutsche Meister“)

Tod

Seine Krankheit ĂŒberschattete die letzten Lebensjahre und hinderte ihn an kĂŒnstlerischer TĂ€tigkeit. Die Korrespondenz mit dem Reichsministerium fĂŒr Wissenschaft, der Reichskanzlei und der Akademie der KĂŒnste u. a. wegen der von ihm andauernd belegten AtelierrĂ€ume fĂŒhrte 1939 gelegentlich Gattin Anny beziehungsweise Sohn Heinz.cite-ref-58[58] Im Alter von 68 Jahren verstarb Lederer am 1. August 1940 an progressiver Paralyse im St. Franziskus-Krankenhaus in Berlin. Am 5. August fand in der Krankenhauskapelle eine schlichte Trauerfeier statt, es sprachen Pfarrer Schubert und Professor Amersdorffer. Propagandaminister Goebbels hatte einen Kranz gesandt.cite-ref-59[59]cite-ref-60[60] Seine letzte RuhestĂ€tte fand Hugo Lederer auf dem Wilmersdorfer Waldfriedhof Stahnsdorf, desgleichen 1952 seine Witwe Anny.

Überlieferung

Seinen kĂŒnstlerischen Nachlass, den er dem Museum seiner Heimatstadt vermacht hatte, brachte Sohn Heinz 1941 nach Znaim. Sein gesamter persönlicher Nachlass im Besitz seiner Witwe verbrannte in Berlin kriegsbedingt am 1. MĂ€rz 1943.cite-ref-61[61]

Einige seiner etwa 300 bekannten Werke befinden sich in den Magazinen von Museen, z. B. in Berlin in der Nationalgalerie, im Berlinische Galerie – Museum fĂŒr Moderne Kunst, im Georg-Kolbe-Museum, aber auch im Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg, in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und im SĂŒdmĂ€hrischen Museum in Znojmo (Tschechische Republik). Im öffentlichen Raum kann man Lederers Skulpturen und Anlagen unter anderem in Aachen, Hamburg, Krefeld, WrocƂaw, PoznaƄ, Frankfurt am Main, Berlin, Oldenburg, Eisenach, MĂŒnster und auf Friedhöfen in Berlin, Kleve, Hamburg, Bielefeld, Köln und Mainz finden. Manche Werke sind im Bestand von Foto-Datenbanken nachzuweisen, zum Beispiel bei Bildagentur bpk, Bildindex der Kunst und Architektur Marburg, Getty-images, ullsteinbild, akg-images.

Persönlich ist Hugo Lederer – zusammen mit Rudolf Belling, Milly Steger, Ernesto de Fiori, Georg Kolbe, Renee Sintenis und Otto Hitzberger – ĂŒberliefert in dem Film von Hans CĂŒrlis Schaffende HĂ€nde/2, Die Bildhauer (Berlin 1927)cite-ref-62[62]cite-ref-63[63], und – zusammen mit Milly Steger, Georg Kolbe und Renee Sintenis – in dem Ufa-Kulturfilm Vier Bildhauer beginnen und vollenden ihr Werk (Berlin 1933)cite-ref-64[64].

Lederer selbst katalogisierte seine Werke nicht. Erste Anstrengungen fĂŒr ein vollstĂ€ndiges Werkverzeichnis unternahm Hans Krey Anfang der 1930er Jahre. Im Nachlass der Tochter Hilde Lederer im Georg-Kolbe-Museum findet sich eine weitere Auflistung von Lederer-Werken. Der jĂŒngste Bruder des KĂŒnstlers, der Kaufmann Karl Lederer (1882–1971), setzte nach 1945 diese BemĂŒhungen fort. Seine Sammlung von Dokumenten zu Leben und Werk von Hugo Lederer ĂŒbergab er am 23. Mai 1965 an den ehemaligen NSDAP-Aktivisten Felix Bornemann (1894–1990) vom SĂŒdmĂ€hrischen Landschaftsrat in Geislingen. Dieser fĂŒhlte sich bemĂŒĂŸigt, den KĂŒnstler als GĂŒnstling Hitlers und eingefleischten Volksdeutschen hinzustellen.cite-ref-65[65] In Znojmo sichtete Libor Ć turc die dortigen Überreste von Lederers kĂŒnstlerischem Nachlass 1996. An einem umfassenden Register arbeitete seit ca. 2000 der Großneffe des KĂŒnstlers, Gerold Preiß (* 13. November 1933,† 11. Oktober 2024cite-ref-66[66]).

Lederer-Archivalien befinden sich unter anderem im Staatsarchiv Hamburg, Bundesarchiv Berlin, Historischen Archiv der Preußischen Akademie der KĂŒnste Berlin, Georg-Kolbe-Museum Berlin, Archiv der Berlinischen Galerie Berlin, Archiv der Nationalgalerie Berlin, Archiv der Hochschule fĂŒr Bildende KĂŒnste Dresden, Archiv des SĂŒdmĂ€hrischen Museums Znojmo, Archiv des SĂŒdmĂ€hrischen Landschaftsrats Geislingen/Steige.

Kunsthistorische Einordnung

Lederer stand stets an der Seite der großbĂŒrgerlichen Moderne und gegen die antibĂŒrgerliche linke oder völkische Kunstszene. Anfangs folgte er noch Reinhold Begas und dessen neubarockem Stil, der von Kaiser Wilhelm II. bevorzugten und von vielen Intellektuellen damals verachteten Kunstrichtung der GrĂŒnderzeit. Mit seinem totemistischen Roland-Bismarck wandte sich Lederer erstmals dem u. a. von Aby Warburg (1866–1929) begrĂŒĂŸten neoklassizistischen Stil Adolf von Hildebrands zu (Warburg: „los vom theatralischen Barockstyl und der Momentphotographie“).cite-ref-67[67] Warburg konstatierte, dass dem „[
] großen Publikum [
] der Zugang zu dem Mann im Kunstwerk nicht durch kollegiale Gleichsetzung, oder liebenswĂŒrdiges Entgegenkommen, sondern nur durch Distanz haltende, objektive Vertiefung gewĂ€hrt wird [
]“, das Denkmal also „eine gemĂŒtliche AnnĂ€herung zwischen Objekt und Beschauer“ nicht zuließcite-ref-68[68] – was auch fĂŒr Lederers deutlich kleinere spĂ€tere Standbilder zutraf u. a. das Heine-Denkmal. Lederers FĂ€higkeit zum „zusammenfassenden, großen Formenausdruck“ wurde auch vom Kritiker Max Osborn betont, der im Übrigen den Kunstgeschmack der Hohenzollern betreffend prognostizierte: „Der Roland-Bismarck am Elbhafen wird vielleicht als einziges Werk der denkmalfrohen letzten Kaiserzeit vor der Zukunft bestehen.“cite-ref-69[69] Nach dem Tod von Louis Tuaillon am 21. Februar 1919 ĂŒbernahm Hugo Lederer dessen Meisteratelier in der Hochschule. Er wurde dem Publikum als ebenbĂŒrtiger Nachfolger vorgestellt: „Tuaillon und Lederer, das waren schließlich die beiden Bildhauer, die das geschmackvollere Deutschland zu reprĂ€sentieren hatten fĂŒr den großen Denkmalsbedarf der Vorkriegszeit. Der Bremer ‚Kaiser Friedrich’ (Tuaillon) und der Hamburger ‚Bismarck’ (Lederer) waren DenkmĂ€ler, mit denen man auftreten konnte gegen alles, was zwischen Siegesallee und Leipziger Völkerschlachtskoloß entstanden war. Beide: Tuaillon und Lederer waren frei des Schwulstes, der falschen und verstiegenen Pathetik, waren in ihrer Formgebung diszipliniert und zugleich verfĂŒgten sie doch ĂŒber jene Dosis Akademikertum, ohne die offizielle DenkmalsauftrĂ€ge in Deutschland– und [
] in der ganzen Welt nicht möglich wĂ€ren.“cite-ref-70[70] Bezeichnenderweise machten sowohl Kaiser Wilhelm II. 1906 als auch Adolf Hitler 1939 bei ihren Visiten in Hamburg einen Bogen um den Roland-Bismarck (zu dem sie aufzublicken gehabt hĂ€tten).

Lederer stand im schroffen Gegensatz zum Impressionismus, denn er begeisterte sich fĂŒr die Schönheit antiker Plastiken: „Ich habe ein sehr starkes VerhĂ€ltnis zur Antike. Je Ă€lter ich werde, desto stĂ€rker wird dieses VerhĂ€ltnis. Ich gehe fast jeden Sonntag und auch hĂ€ufig in der Woche in das archĂ€ologische Museum in der UniversitĂ€t, um mir diese wunderbaren Gipse anzusehen; das ist fĂŒr mich wie ein Gottesdienst.“cite-ref-71[71] 1925 kritisierte er in exaltierter Weise eine von Georg Kolbe impressionistisch modellierte BĂŒste des verstorbenen ReichsprĂ€sidenten Friedrich Ebert als „geradezu beleidigend [
] fĂŒr den Zweck, dem sie geweiht sein soll, fĂŒr das ganze Volk“cite-ref-72[72] und wurde dafĂŒr von der impressionismusfreundlichen Kunstkritik niedergemacht („pathologische Erregung“).cite-ref-73[73] TatsĂ€chlich befand sich Lederer damals in psychiatrischer Behandlung.cite-ref-74[74] FĂŒr die Gestaltung seiner Figuren bediente er sich aus dem „Formenschatz der Antike“, beispielsweise 1920 im Wettbewerb um das Denkmal fĂŒr die Gefallenen der UniversitĂ€t zu Berlin unter dem Motto von Reinhold Seeberg „invictis victi victuri“ (d. h. den Unbesiegten die besiegten Sieger der Zukunft).cite-ref-75[75] Lederer gewann die Konkurrenz mit der Figur eines unterlegenen schicksalsergebenen, körperlich unversehrten, antikisch-nackten Kriegers, korrespondierend dem Bildmotiv Tod des Orpheus beziehungsweise Kniender Perser, vgl.cite-ref-76[76]cite-ref-77[77] Hatte er das demĂŒtig gesenkte Haupt im Gipsentwurf noch mit einem Weltkriegs-Stahlhelm bedeckt, so bevorzugte er fĂŒr die definitive Granitfigur von 1926 einen archaisch stilisierten Haarkranz.cite-ref-78[78] Unter anderem durch seine formale RĂŒckbindung an die Antike unterschied sich Lederer von NS-Kunst, die – laut Breker 1936 – die triviale Nachahmung der Natur pflegte,cite-ref-79[79] und zwar im Gigantischen wie im Nippes.cite-ref-80[80]

Mit den konkurrierenden Stilrichtungen Kubismus, Konstruktivismus, Expressionismus, Dadaismus, Neue Sachlichkeit, Futurismus setzte Lederer sich nicht auseinander, auch nicht mit der NS-Kunst. Da er fĂŒr die Entwicklungsgeschichte der modernen Kunst keine Bedeutung hatte, wird er in Überblicksdarstellungen der aktuellen Kunstgeschichtsschreibung nicht erwĂ€hnt.cite-ref-81[81]

Wenngleich er selbst keine eigene Bildhauertradition begrĂŒndete, so brachte er doch viele kĂŒnstlerisch produktive SchĂŒler hervor u. a. Karl MĂŒller, Kurt Lauber, Paul Gruson, Fritz Melis, Wilhelm Heiner, Josef Thorak, Gustav Seitz, Emy Roeder, Hans Mettel, Ulrich Kottenrodt, Kurt Harald Isenstein, Otto WeissmĂŒllercite-ref-82[82], Frieda Riess, Theo Akkermann, August Tölkencite-ref-83[83] und in gewisser Hinsicht auch Waldemar Grzimek und Katharina Heise.

Auszeichnungen und Ehrungen

Seine Geburtsstadt wĂŒrdigte ihn bereits im Jahre 1902 mit der Ehrenmitgliedschaft des Znaimer Gewerbevereines: „Hugo Lederer ist ein echtes Znaimer Kind und wir nennen ihn mit Stolz den unseren, dies umsomehr als seine Familie zu den hiesigen Gewerbetreibenden zĂ€hlt.“cite-ref-84[84]

Hugo Lederer erhielt zahlreiche Orden und Auszeichnungen u. a. den Orden Pour le mĂ©rite fĂŒr Wissenschaft und Kunst (Preußen, 1923), den Maximilians-Orden fĂŒr Kunst und Wissenschaft (Bayern, 1929), den Nordstern-Orden (Schweden, 1914), den Titel eines Dr. h. c. von der UniversitĂ€t Breslau (1908). Zur Erinnerung an den bedeutenden KĂŒnstler ließ die Direktion des SĂŒdmĂ€hrischen Museums in Znojmo (ehemals Znaim) 2011 eine Bronzetafel an seinem Elternhaus anbringen.cite-ref-85[85]

Postume WĂŒrdigung

In der Herbstausstellung 1940 der Preußischen Akademie der KĂŒnste wurden postum seine Werke Fechter, Ringer, Peyrouse, Kauernde und Strauss-BĂŒste gezeigt.cite-ref-86[86] Die NS-Presse verbreitete Nachrufe, die unter anderem seinen enormen Erfolg beim Publikum der Weimarer Republik (im NS-Jargon „Systemzeit“ genannt) ausblendeten und nur auf das wilhelminische „zweite Reich“ der GrĂŒnderzeit abhoben.cite-ref-87[87] Demnach war Lederer dem „neuen“, dem NS-Zeitgeist, offenbar nicht gerecht geworden.

Um 1965 trat der ehemalige NSDAP-FunktionĂ€r Felix Bornemann (1894–1990) erstmals als Lederer-Kenner hervor. In seinem neuen BetĂ€tigungsfeld in der Landsmannschaft der Sudetendeutschen veranstaltete er Ausstellungen zu Lederers 25. Todestag und 100. Geburtstag 1965 und 1971 im SĂŒdmĂ€hrischen Heimatmuseum in Geislingen/Steige. Bornemann, der den KĂŒnstler noch persönlich gekannt haben wollte, verbreitete sich zu Lederers Biografie in der Zeitung „Geislinger FĂŒnftĂ€lerbote“ 1965 und in einer BroschĂŒre 1971, ohne nennenswerte Resonanz bei Kunsthistorikern. Die Lederer-Rezeption nach 1980 wurde wesentlich durch die 1988 abgeschlossene kunstgeschichtliche Dissertation von Ilonka Jochum-Bohrmann bestimmt,cite-ref-88[88] in welcher sie u. a. Aussagen von Bornemann ungeprĂŒft ĂŒbernommen hatte, die Lederer in Verbindung mit dem Nationalsozialismus (NS) brachten. Sie und ihr Betreuer Professor Dr. Dietrich Schubert rĂŒckten Lederer nicht nur persönlich, sondern auch stilistisch und ideologisch in die NĂ€he des NS. Seine Werke seien Vorbilder fĂŒr die NS-Kunst, hĂ€tten den NS mit vorbereitet, seien mit verantwortlich fĂŒr den NS. Schubert urteilte: „In den Figuren und Krieger-DenkmĂ€lern, die L. seitdem [1919] schuf, verstĂ€rkten sich nationalistische Haltung und heroisierende Tendenzen seiner Kunst. In diesen Werken erkannten die nationalsozialistischen Kulturtheoretiker ‚VorlĂ€ufer ihres eigenen Wollens’ (R. Scholz 1940)“.cite-ref-89[89] Und: „Er reprĂ€sentiert in der Plastik der 20er Jahre [
] jenen teutomanen, monumentalisierenden Stil, der deutschnationale Affekte umsetzte und die faschistische Plastik somit formal und ideologisch vorbereitete. Lederers SpĂ€twerk gehört der Nazi-Kunst an: 1940 feiert die ‚Kunst im Deutschen Reich’ den in Berlin Gestorbenen als ‚VorlĂ€ufer eigenen Wollens’.“cite-ref-90[90]

In einem Buchbeitrag 1990 urteilte Jochum-Bohrmann dann allerdings etwas differenzierter.cite-ref-91[91]

In einem Nachruf hatte der NS-KunstfunktionĂ€r Robert Scholz in der NS-Monatsschrift Die Kunst im Deutschen Reich 1940 seiner kunstbeflissenen, mit Lederer vertrauten Leserschaft suggeriert, dass die NS-Bildhauerkunst sich kĂŒnftig an Lederer orientieren werde.cite-ref-92[92] Er unterlag offenbar einer FehleinschĂ€tzung (die von Schubert und Jochum-Bohrmann ĂŒbernommen wurde), denn weder Breker, noch Kolbe, Thorak, Klimsch, Wandschneider, Wynand und andere NS-Bildhauer haben sich jemals auf ihr vermeintliches Vorbild Hugo Lederer bezogen.

Werke (Auswahl)

‱ 1893: Die Heimkehr 1812, 1925 als Kriegerdenkmal in Kleve aufgestellt
‱ 1897: Genius-Figurengruppe in Krefeld, am Erweiterungsbau des Kaiser-Wilhelm-Museums
‱ 1900: Bismarck-Denkmal in Barmen
‱ 1901: Reliefs Knaben und MĂ€dchen in Berlin-Moabit, Gemeindedoppelschule Wiclefstraße
‱ 1901: Skulpturengruppe Der Abschied auf der FamiliengrabstĂ€tte Cohen, Friedhof Ohlsdorf
‱ 1901–1904: Fechterbrunnen in Breslau, UniversitĂ€tsplatz
‱ 1903: Grabmal Hallier, Friedhof Ohlsdorf
‱ 1905: Das Schicksal (inzwischen auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg)
‱ 1902–1906: Bismarck-Denkmal in Hamburg, Elbhöhe (mit Architekt Johann Emil Schaudt)
‱ 1905: St. Georg in MĂŒnster, am Außenbau des WestfĂ€lischen Provinzialmuseums
‱ 1908: Ringer in Berlin-Westend an der Heerstraßecite-ref-93[93] wurde 1912 auch als Sieger betitelt (Hellwag 1912)
‱ 1908: Bismarck-BĂŒste in der Bismarck-Warte in Brandenburg an der Havel auf dem Marienberg (verschollen)
‱ 1909: Kronthal-Brunnen in Posen/PoznaƄcite-ref-94[94]
‱ 1910: Wettbewerbsentwurf fĂŒr ein Bismarck-Nationaldenkmal auf der Elisenhöhe bei BingerbrĂŒck (mit Architekt Wilhelm Kreis) (nicht prĂ€miert)cite-ref-95[95]
‱ 1911: FischpĂŒddelchen-Brunnen in Aachen
‱ 1911: Kaiser-Friedrich Denkmal in Aachen, Kaiserplatz. Einer der steinernen Löwen befindet sich seit 1960 am Eingang des Ferberparks in Burtscheid.cite-ref-96[96]cite-ref-97[97]
‱ 1911–1926: Denkmal fĂŒr Heinrich Heine in Hamburg, im Stadtpark 1926 aufgestelltcite-ref-98[98] (1933 demontiert, 1943 eingeschmolzen; seit 1982 ist eine Neuschöpfung von Waldemar Otto auf dem Rathausmarkt aufgestellt. Sie zitiert ihr Vorbild.)
‱ 1911–1927: Diana und BogenschĂŒtze fĂŒr den Berliner Lietzensee-Park (1943 eingeschmolzen). Diana wurde 1926 zunĂ€chst fĂŒr vier Wochen auf dem Pariser Platz, und anschließend im Lietzensee-Park aufgestellt.cite-ref-99[99]
‱ 1912–1913: Kriegerdenkmal in Emmerich im Rheinpark (zusammen mit Theodor Haake und Wilhelm Kreis)
‱ 1913: Gedenkrelief fĂŒr Reichsfreiherr Carl von und zum Stein am Rathaus Schöneberg, Freiherr-vom-Stein-Straße
‱ 1914: Grabmal (Sandstein-Stele) fĂŒr Julius Rodenberg in Berlin, auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde (Grabstelle ist 1973 erloschen)
‱ 1914: Standbilder Fichtes und Savignys fĂŒr die Aula der Friedrich-Wilhelms-UniversitĂ€t im GebĂ€ude der Alten Bibliothek in Berlin, um 1960 magaziniert
‱ 1916 Merkur-Brunnen in Frankfurt/Maincite-ref-100[100]
‱ 1920–1926 Gefallenendenkmal der Berliner UniversitĂ€t,cite-ref-101[101] im Zweiten Weltkrieg zerstört
‱ 1921–1924 Fassadenschmuck am neuerbauten GebĂ€ude der Reichsschuldenverwaltung, Berlin Oranienstraße/Alte Jakobstraßecite-ref-102[102]
‱ 1921: Löwendenkmal als Regiments-Kriegerdenkmal des Oldenburgischen Infanterie-Regiments Nr. 91 in Oldenburg, auf dem Schlossplatz (1960 auf den Theodor-Tantzen-Platz versetzt)
‱ um 1925: Kriegerdenkmal in Altdamm, auf dem Marktplatz
‱ 1926 Ärztedenkmal in Eisenach fĂŒr die im Ersten Weltkrieg gefallenen deutschen Ärzte (Ă€hnelt Hindenburg-Denkmal in Wuppertal-Barmen von Paul Wynand 1917)
‱ ca. 1926–1928: Trauernder, in der GedĂ€chtnishalle auf dem Hauptfriedhof Mainzcite-ref-103[103]
‱ 1927: Sieger, aufgestellt vor dem Sportplatz in Berlin-Köpenick (die Pose entspricht römischen Feldherrndarstellungencite-ref-104[104] bzw. Christian Daniel Rauchs Darstellung von BlĂŒcher).
‱ 1927: BĂŒste von Friedrich Kraus in Berlin-Mitte
‱ 1910–1934: Fruchtbarkeits-Brunnen (Stier-Brunnen) in Prenzlauer Berg, Arnswalder Platzcite-ref-105[105]cite-ref-106[106]
‱ ca. 1928: Anna Pawlowna, ein Reh fĂŒtterndcite-ref-107[107]
‱ 1928: BĂ€renbrunnen in Berlin-Mitte, Werderscher Markt
‱ 1928: LĂ€ufergruppe auf dem Scholzplatz in Berlin-Westend, 1943 eingeschmolzen
‱ 1928: Ehrenmal zum Gedenken an die Toten Krupp-Arbeiter vom Karsamstag 1923 auf dem SĂŒdwestfriedhof Essen; nicht mehr erhalten
‱ ca. 1928: Amorbrunnen vor dem Annaheim des Deutschen Sportforums (verschollen)
‱ 1929: SĂ€ugende BĂ€rin in Berlin-Zehlendorf, Rathaus / Finanzamt
‱ 1929–1930: Grabmal fĂŒr Gustav Stresemann in Berlin-Kreuzberg, auf dem LuisenstĂ€dtischen Friedhof
‱ 1930: BĂŒste Peter Cornelius, Mainz-Oberstadt
‱ 1930: Denkmal fĂŒr Ernst Bassermann in Mannheim, am Eingang des oberen Luisenparks (nicht erhalten)
‱ 1930: Fassadenschmuck an einem VerwaltungsgebĂ€ude der Schicht-Werke in Aussig
‱ 1936: Allegorie der Arbeit, Villa HĂŒgel in Essen, vorheriger Standort in der Ehrenhalle des Turmhauses der Krupp-Hauptverwaltung

Ansicht weiterer Werke

Dauerausstellung

Eine Ausstellung einiger EntwĂŒrfe seiner Werke findet sich in der SĂŒdmĂ€hrischen Galerie im Stadtmuseum Retz (Niederösterreich).

Literatur

‱ Hugo Lederer. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1972, S. 83.
‱ Ilonka Jochum-Bohrmann: Hugo Lederer, ein deutschnationaler Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Lang, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-631-42632-1.
‱ Ilonka Jochum-Bohrmann: Lederer, Hugo. In: Peter Bloch, Sibylle Einholz, Jutta von Simson. Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz (Hrsg.): Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914. Ausstellungskatalog. Gebr. Mann, Berlin 1990, ISBN 3-7861-1597-4, S. 167–172.
‱ Hans Krey: Hugo Lederer, ein Meister der Plastik. Schroeder, Berlin 1931.
‱ Illustrirte Zeitung. Leipzig, Nr. 3564 vom 19. Oktober 1911.
‱ Georg Biermann: Hugo Lederer. In: Illustrirte Zeitung. (Leipzig) 139, 1912, S. 611–614.
‱ Manfred Höft: Altdammer DenkmĂ€ler. In: Pommersche Zeitung. 20. April 1985.
‱ Rittmeister Bronsart von Schellendorf (Bearb.): Geschichte des Kavallerie-Regiments 6. Schwedt a. O., 1937.
‱ Dietrich Schubert: Lederer, Hugo. In: Neue Deutsche Biographie. (NDB). Band 14. Duncker & Humblot, Berlin 1985, ISBN 3-428-00195-8, S. 41–42 (deutsche-biographie.de).
‱ Libor Ć turc: Der Bildhauer Hugo Lederer und sein Werk: * 1871 Znaim (Tschechien), † 1940 Berlin. In: Vera Blazek (Hrsg.): Aachen und Prag – KrönungsstĂ€dte Europas (2006–2010). BeitrĂ€ge des Kulturvereins Aachen-Prag. Band 3. Prag 2010, ISBN 978-80-254-8857-7, S. 54–64.
‱ Libor Ć turc: Hugo Lederer (1871–1940). SochaƙskĂ© dĂ­lo ve sbĂ­rce JihomoravskĂ©ho muzea ve Znojmě (Das bildhauerische Werk in der Sammlung des SĂŒdmĂ€hrischen Museums in Znaim). Diplomarbeit. Kunstgeschichtliches Seminar der Philosophischen FakultĂ€t der Masaryk-UniversitĂ€t in BrĂŒnn, Brno 1997.
‱ Libor Ć turc: Bismarckovi face to face. Hugo Lederer v ceskem a moravskem prostredi (Bismarck face-to-face. Hugo Lederer in Böhmen und MĂ€hren). In: Anna Habanova, Ivo Haban (Hrsg.): Ztracena generace? Eine Verlorene Generation? Deutschböhmische bildende KĂŒnstler der 1. HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts zwischen Prag, Wien, MĂŒnchen und Dresden. Technicka univerzita v liberci, Liberec 2013, ISBN 978-80-7494-025-5, S. 145–159.
‱ Eduard Trier: Ein Denkmal der Arbeit von Hugo Lederer. In: Wallraf-Richartz-Jahrbuch/Westdeutsches Jahrbuch fĂŒr Kunstgeschichte. Band 46–47. Dumont Buchverlag, Köln 1986, S. 235–246.
‱ Bernhard Maaz: Skulptur in Deutschland – zwischen französischer Revolution und Erstem Weltkrieg. In: Jahresgabe des Deutschen Vereins fĂŒr Kunstwissenschaften. Deutscher Kunstverlag, Berlin/MĂŒnchen 2010.
‱ Bettina Krogemann: Im Kleinen ganz groß
 Statuetten des Bildhauers Hugo Lederer (1871–1940). In: Weltkunst. 70. Jahrgang, Heft 7, 2000, S. 1288–1290.
‱ Gerold Preiß: Hugo Lederer – vom Znaimer Bua zum berĂŒhmten deutschen Bildhauer. In: SĂŒdmĂ€hrischer Landschaftsrat in der Sudetendeutschen Landsmannschaft (Hrsg.): SĂŒdmĂ€hrisches Jahrbuch. 52. Jahrgang. C. Maurer, 2003, ISSN 0562-5262, S. 33–38, Bildtafel 2–9.
‱ Henrik Hilbig: Hugo Lederer und das Projekt Reichsehrenmal bei Bad Berka. In: SĂŒdmĂ€hrischer Landschaftsrat in der Sudetendeutschen Landsmannschaft (Hrsg.): SĂŒdmĂ€hrisches Jahrbuch. 56. Jahrgang. C. Maurer, 2007, ISSN 0562-5262, S. 35–54, Bildtafeln 2–7.
‱ Neue Arbeiten von Hugo Lederer. In: Die Kunstwelt. Deutsche Zeitschrift fĂŒr die bildende Kunst Jahrgang 1912/1913, S. 20–24 (Digitalisat)
‱ Sven-Wieland Staps: Lederer, Hugo. In: Allgemeines KĂŒnstlerlexikon. Die Bildenden KĂŒnstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 83, De Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-023188-5, S. 442.
‱ Fritz Stahl: Hugo Lederer. Ernst Wasmuth, Berlin 1906 (= Berliner Architekturwelt. Sonderhefte Band 6). Digitalisierung: Zentral- und Landesbibliothek Berlin, 2021. urn:nbn:de:kobv:109-1-15425422

Weblinks

Commons

: Hugo Lederer

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

‱ Literatur von und ĂŒber Hugo Lederer im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
‱ Zeitungsartikel ĂŒber Hugo Lederer in den Historischen Pressearchiven der ZBW
‱ hugo-lederer.de

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ KĂŒnstler: Prof. Hugo Lederer. Deutsche Gesellschaft fĂŒr Medaillenkunst e. V., abgerufen am 25. November 2015.
cite-note-22. ↑ PrĂ€miirter Znaimer KĂŒnstler. In: Znaimer Wochenblatt / SĂŒdmĂ€hrerland, 4. MĂ€rz 1896, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/zwb
cite-note-33. ↑ Lederer, Hugo. In: Reichshandbuch der deutschen Gesellschaft. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild. Band 2. Deutscher Wirtschaftsverlag, Berlin 1931, S. 1084–1086.
cite-note-18980515ztb-44. ↑ Hugo Lederer. Ein Sohn der Stadt Znaim. In: Znaimer Tagblatt und Niederösterreichischer Grenzbote, 15. Mai 1898, S. 1 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ztb
cite-note-55. ↑ Auszeichnungen. In: Znaimer Wochenblatt / SĂŒdmĂ€hrerland, 19. November 1892, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/zwb
cite-note-66. ↑ DĂŒsseldorf. In: Oesterreichische Kunst-Chronik / Allgemeine Kunst-Chronik. Zeitschrift fĂŒr Kunst, Kunstgewerbe und Literatur / Allgemeine Kunst-Chronik. Illustrirte Zeitschrift fĂŒr Kunst, Kunstgewerbe, Musik und Literatur / Allgemeine Kunst-Chronik. Illustrirte Zeitschrift fĂŒr Kunst, Kunstgewerbe, Musik, Theater und Literatur, 1. April 1896, S. 9 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/okc
cite-note-71. Die Berliner Kunstausstellung. In: Extrapost / Extrapost. Montags-Zeitung / Extrapost. Illustrirte Montags-Zeitung / Extrapost. Unparteiische Montags-Zeitung / Wiener Montags-Journal. Vorm(als) Extrapost. Unparteiische Montags-Zeitung / Wiener Montags-Journal. Unparteiische Zeitung / Wiener Montags-Presse. Vormals „Wiener Montags-Journal“ / Wiener Montags-Presse. Montagblatt fĂŒr und ĂŒber das Ausland / Wiener Fremden-Presse. Montags-Ausgabe: „Wiener Montags-Presse“ / Fremden-Presse / Der Nachmittag (mit Theaterprogrammen). Tagesausgabe der Fremden-Presse, 21. Juni 1897, S. 5 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/wmj
cite-note-88. ↑ „Das Vaterland“ vom 8.5.1904, Seite 6
cite-note-99. ↑ Das Bismarck-Denkmal in Barmen. In: Znaimer Tagblatt und Niederösterreichischer Grenzbote, 17. Mai 1900, S. 1 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ztb
cite-note-1010. ↑ Berliner Architekturwelt. Ausgabe 4 (1902) Heft 5, S. 182.
cite-note-1111. ↑ Preiszuerkennungen.: Oesterreichische/Österreichische Monatsschrift fĂŒr den öffentlichen Baudienst. Amtliches Fachblatt (
), Jahrgang 1902, S. 414 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ofb
cite-note-1212. ↑ Gerd Dethlefs: Schatzhaus westfĂ€lischer Kunst und Forum der Moderne. In: Heimatpflege in Westfalen. 21. Jahrgang, Nr. 2, 2008, S. 1–12 (online beim WestfĂ€lischen Heimatbund [PDF; abgerufen am 17. Oktober 2017]).
cite-note-1313. ↑ Königlich privilegirte Berlinische Zeitung von Staats- und gelehrten Sachen (Vossische Zeitung) > Kunst, Wissenschaft und Literatur, 6. MĂ€rz 1909; Abendausgabe, S. 2; abgerufen am 19. April 2015.
cite-note-1414. ↑ Der deutsche Brunnen fĂŒr Buenos Aires. In: Deutsche Kunst und Dekoration. 26. Jg. 1910 (uni-heidelberg.de [PDF; abgerufen am 16. Januar 2017]).
cite-note-1515. ↑ Der Cicerone. Halbmonatsschrift fĂŒr die Interessen des Kunstforschers und Sammlers. Jahrgang 3, 1911, S. 606. Abgerufen am 30. Juni 2016.
cite-note-1616. ↑ vgl. Postkarte von Frau Anny Lederer an Hugos Schwester Poldi Lederer in Wien: „L.P. viele herzl. GrĂŒĂŸe aus Aachen! die EnthĂŒllung war sehr feierlich S.M. war sehr guter Stimmung. Heinz und Hilde hatten viel Freude an der festlich geschmĂŒckten Stadt! Anny“ Anny Lederer zur EnthĂŒllung des Denkmals fĂŒr Kaiser Friedrich III. in Aachen, abgerufen am 25. August 2016.
cite-note-1717. ↑ Antje Kalcher, Dietmar Schenk: Vor der UdK. 1. Auflage. UniversitĂ€t der KĂŒnste Berlin, 2024, S. 36 (kobv.de [PDF]).
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cite-note-3030. ↑ Georg Kolbe Museum Berlin. Nachlass Georg Kolbe Sign. GK 466, Kasten 13, Mappe 2, Bl.1 Brief von Ella Kroner vom 28. September 1929 an Georg Kolbe
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cite-note-3434. ↑ Walter van Rossum: Arbeit am schönen Schein. Warum Goebbels die Kunstkritik verbot. (Memento des Originals vom 6. Juli 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutschlandfunk.de (PDF; 123 kB) Dossier. Deutschlandfunk, 18. November 2011. pdf, abgerufen am 6. Juli 2016.
cite-note-3535. ↑ Fritz Hellwag: FrĂŒhjahrsausstellung der Preußischen Akademie. In: Die Kunst fĂŒr Alle. 49. Jg., 1933–1934, Heft 9, Juni 1934, S. 253–260. Zitat Hellwag: „[
] Nur ĂŒberdimensioniert sind der Hindenburgkopf von Trumpf und die leere KolossalbĂŒste Litzmanns von Lederer. Konstantin Starck ist, um Hitler zu modellieren, viel zu klassizistisch. [
] Was wĂŒrde ein Berufener aus dem leidenschaftlich-tragischen Kopf von Dr. Goebbels oder dem des FĂŒhrers herausholen können! [
] Es ist gesagt worden, was möglich war. Einem unerklĂ€rbaren Druck, der ĂŒber der ganzen Ausstellung lastet, konnte sich auch der Kritiker nicht entziehen. Laßt den KĂŒnstlern ihre Unbefangenheit!“ (Digitalisat)
cite-note-3636. ↑ Bundesarchiv R/9361/V Archivnr. 102652
cite-note-3737. ↑ Karin Förster: StaatsauftrĂ€ge an Bildhauer fĂŒr das ReichsparteitagsgelĂ€nde in NĂŒrnberg. In: Magdalena Bushart,Bernd Nicolai, Wolfgang Schuster (Hrsg.): Entmachtung der Kunst.Architektur,Bildhauerei und ihre Instrumentalisierung 1920–1960. Frölich und Kaufmann, Berlin 1985, ISBN 3-88725-183-0, S. 156–182.
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cite-note-3939. ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/25141567
cite-note-4040. ↑ Hildegard Brenner: Ende einer bĂŒrgerlichen Kunst-Institution. Die politische Formierung der Preußischen Akademie der KĂŒnste ab 1933 (= Schriftenreihe der Vierteljahrshefte fĂŒr Zeitgeschichte, Band 24). Stuttgart 1972, ISBN 3-421-01587-2, S. 128–131.
cite-note-4141. ↑ Schreiben des PrĂ€sidenten der Reichskammer der bildenden KĂŒnste an Hugo Lederer, 6. Mai 1939. Bundesarchiv R/9361/I Archivnummer 102652
cite-note-4242. ↑ Archiv der Preußischen Akademie der KĂŒnste, Sign.PrAdK 1104-04.3 S. 136–138
cite-note-4343. ↑ Als Samuel Beckett 1936 durch den Hamburger Stadtpark spazierte, vermeinte er in dem Muschelkalk-Klotz mit den Reliefs (an der linken und rechten SeitenflĂ€che eine stilisierte Lyra, von fĂŒnf Möwen umstanden; vorn der Name des Dichters ĂŒber einem schwebenden Adler) das eigentliche Denkmal zu erblicken – die entfernte Bronzeplastik des Dichters war ihm nicht bekannt. Er notierte in seinem Tagebuch am 7. November 1936: Pleasant pale fine day. Stadthalle, Gardens, See, Grosse Spielwiese, inmidst of which very wet part. Wasserturm & Planetarium. Parkseering & Bolivarstr. (Heine-Denkmal). Suddenly appalling thirst. Siehe: Samuel Beckett: Alles kommt auf so viel an. Das Hamburger Kapitel aus den „German Diaries“; 2. Oktober bis 4. Dezember 1936, in der Originalfassung. Transkribiert und mit einem Nachwort von Erika Tophoven. Bilder: Roswitha Quadflieg. In: Neue Reihe der Raamin Presse. Nr. 3. Raamin-Presse, Schenefeld/Hamburg 2003, S. 35. Siehe auch: R. Giordano. Die Bertinis. S. Fischer Verlag Frankfurt am Main 1982, S. 147.
cite-note-4444. ↑ Ernst-Adolf Chantelau: „Heinrich Heines deutsches Denkmal“ von Hugo Lederer. Auf den Spuren des zerstörten Standbilds. In: S. Brenner-Wilczek (Hrsg.): Heine-Jahrbuch 2016. Band 55. Springer, Stuttgart 2016, S. 121–143, doi:10.1007/978-3-476-04369-6_8.
cite-note-4545. ↑ Ehrich Gaedechens: Das Heinedenkmal. In: Walter Hammer [Walter Hammer-Hoesterey] (Hrsg.): Junge Menschen. Monatshefte fĂŒr Politik, Kunst, Literatur und Leben aus dem Geiste der jungen Generation. 8.Jahrgang. Junge Menschen, Hamburg Januar 1927, S. 10: „Liliencrons Witwe und den Hamburger Lyriker Hermann Claudius sah man unter den GĂ€sten bei der EnthĂŒllung, und wieder war es Alfred Kerr, der die trefflichsten Worte fand, als der kleine Mann, mit einer Stimme, die so gar nicht zu seinem Wesen passt, zu der Wucht seiner Worte, schrie: ‚Ja, er war ein menschlicher Mensch – der, was man ihm auch vorwerfe, nie, nie, nie etwas verraten hat. Sondern die stĂ€rksten Werte der Menschheit vorwĂ€rts gehöhnt, vorwĂ€rts gepeitscht, vorwĂ€rts gesungen hat.‘ Jetzt endlich, nachdem das Denkmal jahrelang den Staub der MagazinrĂ€ume der Kunsthalle schlucken mußte, hielt man die Zeit fĂŒr reif, und riß das Denkmal, das Heine leicht lĂ€chelnd, den Kopf sinnend auf die Hand gestĂŒtzt, auf einem hohen Sockel stehend zeigt, aus dem Verborgenen hervor. Schade, dass es so spĂ€t geschah, erfreulich, dass es ĂŒberhaupt geschieht.“
cite-note-4646. ↑ Alfred Kerr: Richard Strauss,menschlich. 1938. In: Alfred Kerr, Werke in EinzelbĂ€nden. Band IV. S. Fischer, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-10-049508-2, S. 268.
cite-note-4747. ↑ Akademie der KĂŒnste, Berlin, Historisches Archiv, Sign. PrAdK I/297.
cite-note-4848. ↑ Sven-Wieland Staps: Lederer, Hugo. In: Allgemeines KĂŒnstlerlexikon. Die Bildenden KĂŒnstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 83, De Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-023188-5, S. 442.
cite-note-4949. ↑ Reinhard MĂŒller-Mehlis: Die Kunst im Dritten Reich. Wilhelm Heyne, MĂŒnchen 1976, S. 17–18, 163. Unter Leitung des Malers Adolf Ziegler gehörten der Kommission an (Zitat): „der Maler und Schriftsteller Wolfgang Willrich, Autor der Hetzschrift Die SĂ€uberung des Kunsttempels. Eine kunstpolitische Kampfschrift zur Gesundung deutscher Kunst im Geiste nordischer Art, 1937, und anderer rassistischer BĂŒcher; der neue Direktor des Essener Folkwang-Museums und spĂ€tere Amtschef im Reichserziehungsministerium, der Kunsthistoriker Klaus Graf von Baudissin; der Maler und Zeichner Hans Schweitzer, seit 1936 im PrĂ€sidialrat der Reichskammer der Bildenden KĂŒnste, der unter dem Pseudonym ‚Mjölnir’ bekannter war- sowie ein Vertreter des Reichserziehungsministeriums (und) Dr. Walter Hansen“. Es war sein Sohn Heinz Lederer, der als „Landesleiter Berlin“ der Reichskammer der bildenden KĂŒnste als Zensor im Auftrag tĂ€tig war (Hans JĂŒrgen Meinik. Die Ateliergemeinschaft Klosterstraße innerhalb der nationalsozialistischen Kunst- und Kulturpolitik. In: Akademie der KĂŒnste (Hrsg.) Ausstellungskatalog. Ateliergemeinschaft Klosterstraße Berlin 1933–1945. KĂŒnstler in der Zeit des Nationalsozialismus. Edition Hentrich.Berlin. 1994, S. 12–39)
cite-note-5050. ↑ Akademie der KĂŒnste, Berlin, Historisches Archiv, Sign. PrAdK I/079
cite-note-5151. ↑ Magdalena Bushart: Arno Breker (geb. 1900) – Kunstproduzent im Dienst der Macht. In: Skulptur und Macht. Katalog. Berlin 1983, S. 155–158.
cite-note-5252. ↑ Hildegard Brenner: Ende einer bĂŒrgerlichen Kunst-Institution. Die politische Formierung der Preußischen Akademie der KĂŒnste ab 1933 (= Schriftenreihe der Vierteljahrshefte fĂŒr Zeitgeschichte. Band 24). Stuttgart 1972, ISBN 3-421-01587-2, S. 153–154.
cite-note-5353. ↑ Akademie der KĂŒnste Berlin, Historisches Archiv Sign. PrAdK 1109, Bl. 145
cite-note-5454. ↑ Ernst-Adolf Chantelau: Die Bronzestatuen von Tuaillon, Thorak, Klimsch und Ambrosi fĂŒr Hitlers Garten. Ein Beitrag zur Topografie der Neuen Reichskanzlei von Albert Speer. Books on Demand, Norderstedt 2019, ISBN 978-3-7494-9036-3.
cite-note-5555. ↑ Akademie der KĂŒnste Berlin, Historisches Archiv Sign. PrAdK Pers BK 314. Zitat: „Eine besondere Freude war es fĂŒr ihn, dass eines seiner liebsten Werke, die Pawlowna, die ein Reh fĂŒttert, im Garten der Neuen Reichskanzlei, also in nĂ€chster Umgebung des FĂŒhrers, Aufstellung fand. Wie sehr er an diesem Werk hing, des waren wir in der Akademie Zeuge, als er nicht mĂŒde wurde in unserer Ausstellung das Werk immer wieder in ein anderes, noch gĂŒnstigeres Licht zu rĂŒcken, immer wieder erneute Versuche mit verschiedenen Tönungen der Plastik anzustellen.“
cite-note-5656. ↑ Fritz Hellwag: Hugo Lederer † 1. August 1940. In: Die Kunst fĂŒr Alle. Band 56, Nr. 2, 1940, S. 25–28 (online [abgerufen am 25. August 2016]).
cite-note-5757. ↑ Robert Scholz: Hugo Lederer zum GedĂ€chtnis. Mit 4 ganzseitigen Abbildungen (Peyrouse-BĂŒste, BogenschĂŒtze, Fechter, Kauernde, Ringer). In: Die Kunst im Deutschen Reich. Ausgabe A. 4. Jahrgang, Nr. 12, 1940, S. 368–373.
cite-note-5858. ↑ Akademie der KĂŒnste, Berlin, Historisches Archiv Sign. PrAdK 1133
cite-note-5959. ↑ Trauerfeier fĂŒr Prof. Dr. Hugo Lederer. In: Deutsche Allgemeine Zeitung, 6. August 1940.
cite-note-6060. ↑ Völkischer Beobachter (Berliner Ausgabe). Nr. 219 vom 6. August 1940, S. 5. Trauerfeier fĂŒr Professor Dr. Hugo Lederer. Zitat: „Reichsminister Dr. Goebbels, die Preußische Akademie der KĂŒnste in Berlin, die Akademie der KĂŒnste in MĂŒnchen und die Wiener Akademie der KĂŒnste hatten als letzte Ehre fĂŒr den Entschlafenen KrĂ€nze am Sarge niederlegen lassen.“
cite-note-6161. ↑ Akademie der KĂŒnste, Berlin, Historisches Archiv Sign. PrAdK I/079
cite-note-6262. ↑ Grossmann, Anja: Modellierende HĂ€nde. Skulpturproduktion und Medienreflexion in Hans CĂŒrlis’ Schaffende HĂ€nde. In: Rottmann, Kathrin, Urban, Annette und Zeising, Andreas (Hrsg.): Schaffende HĂ€nde: Medialisierungen von kĂŒnstlerischer Arbeit. arthistoricum.net. Heidelberg 2024, S. 125–140, doi:10.11588/arthistoricum.1365.
cite-note-6363. ↑ Rottmann, Kathrin: Schaffende HĂ€nde an der Maschine? Kultur- und Industriefilme gegen entfremdete Arbeit. In: Rottmann, Kathrin, Urban, Annette und Zeising, Andreas (Hrsg.): Schaffende HĂ€nde: Medialisierungen von kĂŒnstlerischer Arbeit. arthistoricum.net. Heidelberg 2024, S. 81–102, doi:10.11588/arthistoricum.1365.
cite-note-6464. ↑ Kreimeier, Klaus; Ehmann, Antje; Goergen, Jeanpaul (Hrsg.): Geschichte des dokumentarischen Films in Deutschland. Band 2: Weimarer Republik (1918-1933). Reclam, Stuttgart 2005, S. 226, doi:10.25969/mediarep/14036.
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cite-note-6767. ↑ Claudia Wedepohl: Walpurgisnacht auf dem Stintfang. Aby Warburg kunst-politisch. In: J.Schilling (Bearb.): Das Bismarckdenkmal in Hamburg 1906–2006. (= Arbeitshefte zur Denkmalpflege in Hamburg. Nr. 24). Herausgeber Kulturbehörde Hamburg/Denkmalschutzamt, 2006, S. 60–68 Zitat Aby Warburg: „Es ist nun ĂŒberaus interessant zu beobachten und von geradezu epochemachender Bedeutung, dass man in dem preisgekrönten Entwurf von Lederer und Schaudt das siegreiche Durchdringen zu einer concentrierten/vereinfachten Formensprache, in der sich Architektur und Plastik auf ihre eigensten Mittel besinnen, um so schĂ€rfer beobachten kann, weil auch von demselben Lederer ein zweiter nicht prĂ€mierter Entwurf vorhanden ist, der ihn noch im Konflikt mit der Ă€lteren Tradition des dekorativen patriotischen AusstellungsstĂŒcks zeigt.“ Warburg Institute Archive, III.27.2.3[1]
cite-note-6868. ↑ Claudia Wedepohl: Walpurgisnacht auf dem Stintfang. Aby Warburg kunst-politisch. In: Kulturbehörde Hamburg/Denkmalschutzamt (Hrsg.): Das Bismarckdenkmal in Hamburg 1906–2006. Bearbeitet von J.Schilling. Nr. 24, 2006, S. 62–68.
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cite-note-7070. ↑ Paul Westheim: Louis Tuaillon. In: Weser-Zeitung Bremen, 4. MĂ€rz 1919; zitiert nach Waldemar Grzimek. Deutsche Bildhauer des zwanzigsten Jahrhunderts. Verlag Heinz Moos, MĂŒnchen GrĂ€felfing 1969, S. 33.
cite-note-7171. ↑ Hans Krey: Hugo Lederer. Ein Meister der Plastik, Berlin 1931, S. 73.
cite-note-7272. ↑ Der Querschnitt 1925, Band 5, Heft 9, S. 817–818, Lederer contra Kolbe 1925, abgerufen am 29. Juni 2016.
cite-note-7373. ↑ Kunst und KĂŒnstler. 1925, S. 452. (Digitalisat)
cite-note-7474. ↑ Akademie der KĂŒnste, Berlin, Historisches Archiv Sign. PrAdK I/127
cite-note-7575. ↑ Invictis victi victuri. Das Gefallenendenkmal der UniversitĂ€t – Schwarzweißrote EnthĂŒllungsfeier. In: Berliner Volkszeitung. 10. Juli 1926, ZDB-ID 27971740, S. 2 (Digitalisat [abgerufen am 5. Oktober 2016]).
cite-note-7676. ↑ Aby Warburg: DĂŒrer und die italienische Antike. (PDF; 3,1 MB) Vortrag 1905, abgerufen am 29. Juni 2016.
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cite-note-7878. ↑ Abbildung Gefallenendenkmal Berliner UniversitĂ€t, In: bildindex.de, abgerufen am 27. August 2016
cite-note-7979. ↑ Arno Breker: Im Strahlungsfeld der Ereignisse. K.W. SchĂŒtz, Preußisch Oldendorf 1972, S. 90. Zitat: „‚Sie arbeiten nach der Antike‘ stellte Hitler fest; ich widersprach: ‚Nein, mein FĂŒhrer, meine beiden Bronzen im Reichssportfeld sind PortrĂ€ts nach hervorragenden Sportlern.‘“
cite-note-8080. ↑ Gabriele Huber: Dackel, Hirsche, BĂ€ren mit der doppelten Sigrune: Überlegungen zum Programm der Porzellan-Manufaktur Allach-MĂŒnchen GmbH. In: Berthold Hinz (Hrsg.): NS-Kunst: 50 Jahre danach. Jonas Verlag, Marburg 1989, ISBN 3-922561-87-X, S. 55–79.
cite-note-8181. ↑ Uwe M.Schneede: Die Geschichte der Kunst im 20. Jahrhundert. Von den Avantgarden bis zur Gegenwart. C.H.Beck, MĂŒnchen 2001, ISBN 978-3-406-48197-0.
cite-note-8282. ↑ siehe Große deutsche Kunstausstellung 1941;Otto WeissmĂŒller, Segen. 1941, abgerufen am 27. Februar 2025.
cite-note-8383. ↑ Forschung im Gerhard-Marcks-Haus: Arbeit am Tölken-Nachlass, abgerufen am 20. Dezember 2017
cite-note-8484. ↑ Znaimer Nachrichten. In: Znaimer Tagblatt und Niederösterreichischer Grenzbote, 18. Februar 1902, S. 2 (online bei ANNO).Vorlage:ANNO/Wartung/ztb
cite-note-8585. ↑ Bericht der Lokalnachrichten aus Znojmo vom 20. September 2011 (Memento vom 6. Juli 2016 im Internet Archive), abgerufen am 6. Juli 2016.
cite-note-8686. ↑ Herbstausstellung der Preußischen Akademie, Berlin. In: Kunst fĂŒr Alle. 56.Jahrgang, Heft 3, Dezember 1940, S. 2.
cite-note-8787. ↑ R(obert) Sch(olz): Hugo Lederer, der Schöpfer des Hamburger Bismarck-Denkmals, gestorben. In: Völkischer Beobachter. 2. August 1940: „In Berlin ist gestern der bekannte Bildhauer Prof. Dr. h. c. Hugo Lederer im 69. Lebensjahr gestorben. Hugo Lederer war nicht nur einer der bedeutendsten Bildhauer des zweiten Reiches, sondern seine Leistungen haben bis in die Gegenwart beispielhaft gewirkt, auch wenn eine schwere Krankheit das Schaffen seiner letzten Jahre ĂŒberschattete
“
cite-note-8888. ↑ Ilonka Jochum-Bohrmann: Hugo Lederer, ein deutschnationaler Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Lang, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-631-42632-1
cite-note-8989. ↑ Dietrich Schubert: Lederer, Hugo. In: Neue Deutsche Biographie. Band 14, 1985, S. 41 (deutsche-biographie.de).
cite-note-9090. ↑ Dietrich Schubert: „Jetzt wohin?“ Das „deutsche GedĂ€chtnismal“ fĂŒr Heinrich Heine. In: Heine-Jahrbuch. 28.Jahrgang, 1989, S. 52.
cite-note-9191. ↑ Ilonka Jochum-Bohrmann: Lederer, Hugo. In: Peter Bloch, Sibylle Einholz, Jutta von Simson. Staatliche Museen Preußischer Kulturbesitz (Hrsg.): Ethos und Pathos. Die Berliner Bildhauerschule 1786–1914. Ausstellungskatalog. Gebr.Mann, Berlin 1990, ISBN 3-7861-1597-4, S. 167–172. Zitat: „Seiner Vorliebe fĂŒr heldenhafte Gestalten, fĂŒr athletische Manneskörper verlieh er oftmals Ausdruck, so im Peyrouse (um 1903 [
]), im Ringer(1908–1911), dem Sportdenkmal Sieger (um 1927), der LĂ€ufergruppe (vor 1929). In solchen Figuren Lederers erkannten die nationalsozialistischen KulturtrĂ€ger ein VorlĂ€ufertum ihres eigenen kĂŒnstlerischen Wollens. Daß jedoch Lederer auch ĂŒber andere kĂŒnstlerische FĂ€higkeiten verfĂŒgte, verdeutlichen die PortrĂ€ts Richards Strauss’ (1908), Heinrich Heines (1913), oder eben die kleineren Atelierschöpfungen.“
cite-note-9292. ↑ Robert Scholz: Hugo Lederer zum GedĂ€chtnis. In: Die Kunst im Deutschen Reich. Ausgabe A. Mit 4 ganzseitigen Abbildungen (‚Peyrouse-BĂŒste’, ‚BogenschĂŒtze’, ‚Fechter’, ‚Kauernde’, ‚Ringer’). 4. Jg., 12(Dezember), 1940, S. 368–373. Zitat: „So sind Lederers plastische Gestalten nicht Nachahmungen der Natur oder Festlegungen eines zufĂ€lligen optischen Eindrucks, sondern es sind selbstĂ€ndige, aus einer absoluten plastischen Vorstellung und dem Wissen um eine plastische Architektonik gestaltete Sinnbilder eines hohen Ideals körperlichen Seins. Ein großes handwerkliches und formales Können und ein angeborener Sinn fĂŒr den organischen Aufbau nach dem Gesetz einer architektonischen Harmonie der Formen im Raum sind die Fundamente, auf denen sich die Kunst Lederers aufbaut.[
] Die sich ankĂŒndigende monumentale Epoche der neuen deutschen Plastik wird Hugo Lederer nicht nur als eine große kĂŒnstlerische Erscheinung seiner Zeit, sondern in diesen [den abgebildeten] und anderen Werken auch als VorlĂ€ufer ihres eigenen Wollens erkennen.“
cite-note-9393. ↑ Der Ringer In: berlin.de
cite-note-9494. ↑ Kronthal-Brunnen 2015; abgerufen am 7. Juli 2016.
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